Menschen reagieren je nach ihrer Situation oder den Umständen, in denen sie sich augenblicklich befinden, ganz unterschiedlich. So kommt es auch auf die aktuelle Situation an, wenn es um die Reaktion auf verschiedene Marketingbotschaften oder das Einkaufsverhalten geht. Wir kennen das alle von uns selbst.

Es ist zum Beispiel wahrscheinlicher, dass jemand an einem sonnigen Tag im Juli kurz vor dem Sommerurlaub Strandkleidung kauft, als dass er den Online-Shop nach den neusten Wintertrends durchsucht. So macht es wenig Sinn, diesem Nutzer an einem heißen Tag im Juli die neuesten Handschuhe in der Kategorie Accessoires anzuzeigen, oder?

 


Omnichannel_Überall-Online_LUnser Einkaufsverhalten hängt ganz von unserer Situation ab. Oder würden Sie Winterschuhe am Strand kaufen?


In diesem Artikel zeigen wir, dass die effektive Nutzung der Macht der Situationen bei der Sortierung von Produkten im Online-Shop, einen großen Wettbewerbsvorteil in der heutigen Informationswirtschaft schaffen kann. Bei odoscope nennen wir die Optimierung, Individualisierung und Personalisierung von Web-Elementen anhand von situationsbezogenen Daten für jeden einzelnen Nutzer „Situationalisierung“.

Aber was genau ist eine Situation?

Wir alle benutzen das Wort ‚Situation‘ regelmäßig und durchleben hunderte verschiedene Situationen an einem Tag. Doch wie genau lässt sich dieses alltägliche Wort definieren? Eine Situation wird definiert als eine "Reihe von Umständen, in denen man sich befindet" oder ein Zustand. Im E-Commerce-Kontext bedeutet dies, dass sich Online-Shopping Situationen von Nutzern durch Faktoren wie Standort (Land und Region), das verwendete Gerät, die aktuelle Stunde oder Saison sowie das Wetter unterscheiden können.

Es gibt noch viele weitere Faktoren, die einen statistisch signifikanten Einfluss haben. Aber warum sollte Ihr Unternehmen erwägen, über Situationalisierung nachzudenken?

Herausforderungen in der Informationswirtschaft  

Die Menschen sind täglich vielen Informationen ausgesetzt. Deshalb ist es sehr wichtig, relevante Inhalte bieten zu können. Viele Unternehmen handhaben es so, dass sie Daten über einen Nutzer sammeln, wenn dieser eine Website besucht. Anhand dieser Daten können sie den User an einer anderen Stelle erneut ansprechen, damit er schlussendlich zum Kunden des Online-Shops wird.

Dieses Targeting und Retargeting wird jedoch durch höhere Datenschutzstandards und die zunehmende Sensibilität der Kunden in Bezug auf ihre Daten erschwert. Eine professionelle Vorgehensweise bei der Verwendung von personenbezogenen Daten ist seit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sehr wichtig. Diese ist im Mai 2018 in Kraft getreten und stellt durch ihre Auflagen viele europäische Unternehmen vor große Herausforderungen.

Investitionen in die Integration von Retargeting- oder Personalisierungslösungen in einer DSGVO-konformen Weise sind komplizierter, teurer und anspruchsvoller geworden.


DSGVO_Europa_LMit odoscope arbeiten Sie 100% DSGVO-konform. odoscope sammelt keine Daten und verwendet keine Daten von Dritten.


Durch die neue DSGVO ist es zum Hindernis geworden, Daten über Benutzer im Online-Shop zu sammeln, ohne dass dieser im Vorfeld zugestimmt hat.

Aber - es gibt einen Ausweg: Unternehmen können situative Daten, die über jeden Besucher zur Verfügung stehen, nutzen, um ihr Angebot auf jeden einzelnen Nutzer zuzuschneiden. Dadurch werden Angebote wie Produktlisten, Kategorie Seiten und Produktempfehlungen individualisierter und relevanter. Ob diese Besucher bekannt oder unbekannt sind, ist hierbei unwichtig.

In unserer Informationswirtschaft ist die Aufmerksamkeit des Kunden eine knappe Ressource, die durch die Darstellung relevanter Informationen verdient werden muss. Eine Studie von Microsoft zeigt, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne in nur 13 Jahren um ein Viertel gesunken ist. Im Jahr 2000 betrug die durchschnittliche menschliche Aufmerksamkeitsspanne 12 Sekunden. Im Jahr 2013 waren es nur noch 8 Sekunden. Um Ihnen einen Einblick zu geben, wie herausfordernd dies für Unternehmen ist: Die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches liegt bei 9 Sekunden! Der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Ökonom Herbert Simon fasst den Status quo unserer Informationswirtschaft in einzigartiger Weise zusammen:

"Eine Fülle von Informationen schafft eine Armut an Aufmerksamkeit."


Machine Learning(2)In Zeiten kürzerer Aufmerksamkeitsspannen ist die Relevanz entscheidend.


Die Verbraucher stöbern selten durch die vielen Seiten in einer einzigen Kategorie. Die meisten Besucher ändern ihre Suchanfrage oder wechseln den Shop, wenn sie nicht bereits auf der ersten Produktseite das finden, was ihnen gefällt. Dies ist ein Verhalten, welches wir uns durch den Einsatz von Suchmaschinen angeeignet haben, bei denen für uns relevante Suchergebnisse immer ganz oben angezeigt werden.

Aus diesem Grund gelangen nur wenige Nutzer auf die zweite oder gar dritte Produktseite eines Shops. Gerade bei der Nutzung des Online-Shops mittels Smartphone ist das der Fall. Hier kommt es ganz besonders auf die Ausspielung der Artikel nach individueller Relevanz an, denn auf mobilen Geräten gibt es nur eingeschränkten Platz um die Produkte darzustellen. Laut einer Accenture-Umfrageerwarten 64 Prozent der Online-Konsumenten, dass die Website auf ihr Gerät optimiert wird. Also: Lassen Sie Ihre Kunden nicht im Stich!


Unterschiedliche KundenEin individueller Shop für jeden Benutzer und jede Situation. Die Situationalisierung von odoscope macht es möglich.

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Um das Bedürfnis Ihrer Kunden nach relevanten Informationen zu befriedigen, können Sie die angezeigten Informationen, seien es Produkte, Dienstleistungen oder Nachrichtenartikel, situationalisieren. Die dazu verwendeten Informationen sind in den Sitzungsdaten enthalten: IP-Adresse, Standort, Gerät, Uhrzeit, Datum etc. Alle diese situativen Daten können ohne datenschutzrechtliche Bedenken genutzt werden. Die odoscope-Plattform kann diese Daten unter anderem auch mit CRM-, ERP- oder PIM-Daten kombinieren.

Die Berücksichtigung der Situation in der Kommunikation und Produktpräsentation, hat einen großen Einfluss auf die wahrgenommene Relevanz oder Irrelevanz für den Kunden. Unternehmen können diesen „blinden Fleck“ zu ihrem strategischen Vorteil nutzen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Unternehmen durch odoscope ihre E-Commerce-Geschäfte situationalisieren und ihren Umsatz steigern.

Beispiele: Situationalisierung von Online-Shops

Nachdem Sie über die Herausforderungen gelesen haben, fragen Sie sich sicher wie sie diese Hürde in ihrem E-Commerce-Geschäft überwinden können.

Werfen wir einen Blick auf einige der Projekterfolge unserer odoscope-Kunden. Diese nutzen unsere automatisierte Lösung zu Situationalisierung, um ihren Geschäftserfolg zu steigern und das Kundenerlebnis in ihren Geschäften zu individualisieren.

Streetwear Mode für jede Situation

Das erste Beispiel stammt von Defshop, einem der größten Online-Shops für Streetwear Mode in Europa. DefShop suchte nach einer Lösung zur Optimierung des Kundenerlebnisses, um den ständig wachsenden Bedürfnissen der Shop Besucher gerecht zu werden. Eine große Chance dafür bieten die Produktlisten, welche primär nach dem aktuellen Stand der Produkte (z.B. Neu- oder Topseller) sortiert wurden.

Von Anfang an hat DefShop kontinuierlich überdurchschnittliche Conversion-Uplifts mit odoscope generiert. Durch unsere situationsbezogene Personalisierung in Kombination mit ihren historischen Tracking- und CRM-Daten, ist DefShop nun in der Lage, eine unendliche Anzahl von situativen und kundenspezifischen Attributkombinationen wie Standort, Zeit, Gerät, Alter des Produkts, Lagerbestand, Kaufhistorie etc. zu nutzen, um die individuelle Produktrelevanz zu ermitteln. In Abstimmung mit DefShop wurden auch die geschäftsspezifischen Bedürfnisse des Shops durch individuelle Feinabstimmungen berücksichtigt.

Die vollautomatischen Prozesse der odoscope-Plattform bieten nicht nur ein besseres, individuelles Kundenerlebnis für jeden Anwender, sondern entlasten auch das Team von der manuellen Pflege der Produktlisten. Das spart dem Team viel Zeit, so dass es seine produktive Zeit effizienter nutzen kann.

Situationalisierung von Sportartikeln

Tennis-Point.de ist einer der führenden Online-Anbieter von Tennisprodukten. Tennis-Point bietet über 12.000 Sport- und Tennisartikel in 19 Online-Shops für Nutzer aus 25 europäischen Ländern.  Die starke internationale Ausrichtung des Unternehmens erforderte eine stärkere Individualisierung des Shops, die sich sowohl an die regionalen Präferenzen als auch an die aktuelle Einkaufssituation jedes einzelnen Nutzers anpasst.

odoscope wurde von Tennis-Point schnell und einfach serverseitig implementiert. Das Situationalisierungstool kann sein volles Potenzial ausschöpfen und auch die Suchergebnislisten von Elasticsearch nach individueller Relevanz neu anordnen. Neben einer geringeren Bounce-Rate verzeichnete der Sportartikelhändler einen deutlichen Anstieg der Seitenaufrufe pro Besuch und der Conversion-Rate. Das Ergebnis war ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Nutzer mobiler Endgeräte können ein komfortables Einkaufserlebnis mit erhöhter Kundenzufriedenheit genießen, denn odoscope zeigt ihnen sofort die individuell relevantesten Produkte. Dieser Vorteil zeigt sich in einer beeindruckenden Umsatzsteigerung von bis zu 65% auf Monatsbasis.


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Mit odoscope Tennis-Point wurden monatlich Umsatzsteigerungen von bis zu 65% erzielt.


Sind Sie von der Kraft der Situationen überzeugt? Benötigen Sie weitere Informationen darüber, wie Sie unsere einzigartige Lösung zur Situationalisierung für Ihr Unternehmen nutzen können?

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